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Fahrradtour von Belgien über Frankreich durch England und Irland nach Schottland

Route

Start: Oostende, Belgien
Ziel: Kilwinning, Schottland
Fahrzeit: 22 Tage
Distanz: 2849 km (brutto, inkl. Bahn- und Schiffsfahrten, Fußwege und Umwege)
Höhenmeter: 14313 m
Foto-Galerie (in Vorbereitung)
Packliste [PDF 15 kB]
GPSies.com - Zoombare Karte mit Statistiken
Alle GPS Tracks [ZIP 961 kB]

Tag 1 - 05.06.2013

Start: Oostende, Belgien
Ziel: Oostende, Belgien
Unterkunft: Duinzicht Camping
Fahrzeit: 0:36 h
Distanz: 8 km
Höhenmeter: 7 m

Heute bin ich losgefahren. Mit dem Zug über Antwerpen nach Oostende. Dort kam ich gegen 21 Uhr an. Musste dann noch lange suchen. Fand dann aber einen Campingplatz.

Tag 2 - 06.06.2013

Start: Oostende, Belgien
Ziel: Folkestone, UK
Unterkunft: Little Switzerland Camping
Fahrzeit: 10:55 h
Distanz: 151 km
Höhenmeter: 373 m

In der Nacht habe ich nur zwei Stunden geschlafen. (In der Nacht zum Mittwoch hatte ich garnicht geschlafen, da ich noch so viel vorzubereiten hatte). Am nächsten Morgen bin ich dann durch Belgien und Frankreich geradelt, bis ich gegen 15 Uhr in Dünkirchen ankam. Um 16 Uhr ging endlich die Seaways-Fähre nach Dover. Im Hafen kam ich dann mit dem Verkehr durcheinander, denn es gibt dort allerhand Straßen und Wege und ein Auto nach dem anderen. Bin dann noch lange geradelt und kam erst sehr spät am Campingplatz an.

Tag 3 - 07.06.2013

Start: Folkestone, UK
Ziel: Horam, UK
Unterkunft: ???
Fahrzeit: 8:54 h
Distanz: 118 km
Höhenmeter: 705 m

Heute bin den ganzen Tag an der Südküste entlang geradelt. Die Wege sind in einem schlechten Zustand. Risse und Löcher im Asphalt, oft nur Schotterpisten und unbefestigte Wege durch Felder und Wälder. Heute war noch alles flach, so habe ich 118 km geschafft.

Tag 4 - Sa 08.06.2013

Start: Horam, UK
Ziel: Blackham, UK
Unterkunft: Manor Court Farm Guesthouse & Camping
Fahrzeit: 5:47 h
Distanz: 73 km
Höhenmeter: 763 m

Heute nahm meine Route einen Schwenk nach Norden. Es kamen die ersten Anstiege. Bis Royal Tunbridge Wells war die Strecke sehr mühsam. An dem Tag hatte ich den ersten Zusammenstoß mit einem britischen Hund, der sein Revier verteidigen wollte. Es hat sich wohl eine Kralle durch meine Hose in die Haut gebohrt. Ein Stück hinter der Stadt hatte ich plötzlich hinten am Rad einen Platten. Kurz darauf auch vorn. Ich schob also zurück bis zu einem Campingplatz. Es war erst 15 Uhr, ich hätte also noch ein paar Stunden radeln können. Aber ich war übelst gelaunt und musste zwei Schläuche wechsln.

Tag 5 - So 09.06.2013

Start: Blackham, UK
Ziel: Horsham, UK
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 5:02 h
Distanz: 33 km
Höhenmeter: 631 m

Am Sonntag fuhr ich nach Horsham. Habe mich dort zum bleiben und Übernachten in einem B&B überredet. Dort habe ich zum ersten mal seit tagen richtig geschlafen.

Tag 6 - Mo 10.06.2013

Start: Horsham, UK
Ziel: Little Wittenham, UK
Unterkunft: ---
Fahrzeit: 10:41 h
Distanz: 128 km
Höhenmeter: 1242 m

Montag morgen war ich in einer Fahrradwerkstatt. Habe dort einen Ersatzschlauch gekauft und mein Fahrrad mit Break-Boostern aufrüsten lassen. Bin dann nach Norden gerdalt, bis zu einem Campingplatz bei welchem ich eigentlich übernachten wolte. Aber es niemand mehr am Empfang. In den lokalen Hotels habe ich angerufen, aber es war alles voll. Bin dann weiter geradelt, bis ich um vier morgens in Oxford ankam.

Tag 7 - 11.06.2013

Start: Little Wittenham, UK
Ziel: Oxford, UK
Unterkunft: Oxford Camping
Fahrzeit: 1:58 h
Distanz: 10 km
Höhenmeter: 127 m

Dort bin ich nun und bleibe noch zwei drei Tage.

Tag 8 - 12.06.2013

Start: Oxford, UK
Ziel: Oxford, UK
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 1:58 h
Distanz: 10 km
Höhenmeter: 127 m

Treffe mich heute mit einer Einheimischen zum Tee! In Oxford kam ich morgens um vie uhr an. Bin dann gleich in die stadt rein und hab einen teil der uni gesehen, also ein college, ich glaube Christ Church College. Bei dem Anblick kamen mir tatsächlich die Tränen. Vermutlich weil ich nun am Hauptziel meiner Reise angekommen war und ich mich mit den Gebäuden der Uni schon so lang beschäftige. Es war bitter kalt und ich hatte per GPS eine McDonalds Niederlassung anvisiert um mich dort bei einer heißen Tasse Bitterkeit zu erwärmen. Das Lokal war aber noch geschlossen. Zwei Stunden bis zur Öffnung zwangen sich mir auf. Also schlenderte ich durch die Stadt. Uberall liefen junge menschen herum, vermutlich Studenten, wahrscheinlich nicht nüchtern. Auf den Straßen lagen viele kaputte Flaschen und anderer Müll herum. Das erweckte den Eindruck, dass hier ein fest gefeiert worden war. Wie ich später erfuhr, werden derzeit Examen geschrieben, deren Abschluss ausgiebig gefeiert wird. Um sechs uhr gab es dann endlich einen Kaffee und was zum kaufen beim Amerikaner. Etwas später machte mich eine omi darauf aufmerksam, dass es in meiner Hose piept. Ich erklärte ihr, dass sie aufgrund von Schallwellenreflexionen die timer der Friseusen hört. Sie blieb allerdings bei ihrer Ansicht und behielt damit recht: mein wecker klingelte um halb sieben. Nun begab ich mich auf Unterkunftssuche. Ich brauchte etwa bis 11 uhr um einzusehen, dass das ganze herumtelefoniere und gelaufe mit all dem Gepäck nichts bringen würde. Auf dem Oxford Campsite bekam ich sofort einen schattigen Platz für mein zelt. Bis dahin war ich vom vortag zehn uhr an auf den beinen, war etwa 150 km geradelt und mehrere stunden durch oxford gelaufen. Ich schlief bis ca. 15 uhr, nahm eine dusche und telefonierte noch ein paar mal wegen einer festen bleibe. Es war Kate, die in ihrem Gästehaus noch ein Zimmer frei hatte - allerdings für nur eine Nacht. Besser als nix, denn immerhin hatte ich für den Folgetag eine Verabredung, zu der ich gut vorbereitet erscheinen wollte. Ich siedelte also zum Guesthouse Acorn über. Mein Englisch war inzwischen soweit, dass ich mich mit Kate's Ehemann Andre, der mich in Empfang nahm, ausführlich unterhalten konnte. Es war erst 17 Uhr und die Sonne schien. Ich schnappte mir also meine Kamera und ging in die Stadt um von den colleges fotos für Texturen zu machen. Schnell merkte ich aber, dass meine Beine noch immer viel zu erschöpft waren. Die Schatten wurden auch immer länger, also ging ich in mein Quartier.

Tag 9 - 13.06.2013

Start: Oxford, UK
Ziel: Kilrane, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 11:28 h
Distanz: 451 km
Höhenmeter: 862 m

Am nachsten morgen nach dem Einpacken gab es ein typisch englisches Frühstück. Ich ließ meine Sachen dort zurück und ging sofort wieder im die Stadt um Fotos zu machen. Eine Eintrittskarte zur Christ Church brachte mich angeblich in die Gebäude, in denen angeblich szenen der Harry-Potter-Filme gedreht wurden, was mich nicht interessierte, dafür eine Schulklasse nach der Anderen. Vor der Great Hall (Speisesaal von Hogwards) wartete ich ca eine halbe Stunde auf der berühmten Treppe aus den Filmen. Hier postierten die eifrigen Lehrer aus Frankreich, Deutschland und Italien für ein Erinnerungdfoto. In der Great Hall sprach mich die deutsche Lehrerin auf Englisch an, als ich unter dem Porträt eines berühmten Schriftstellers stand. Anscheinend hat sie mich mit dem verwechselt. Mir war es hier zu voll. Ich flüchtete nach draußen und zur eigentlichen Christ Church. Diese Kirche ist für mich als Deutschen nichts Besonderes, denn wir haben tausende solcher Kirchen mit Tonnen von Gold und Gezier im Land. Für die protestantischen Inselaffen allerdings Grund genug um 8 Pfund Eintritt zu nehmen. Einziger mir aufgefallener Unterschied war, dass in dieser Kirche dutzende militärische Ordensträger verewigt waren - aufgrund von geschlagenen Schlachten. Es war wohl schon ca zwei uhr, als ich mich auf den weg zur Xxx Tavern machte. Polly hatte mir empfohlen hier zu mittag zu essen. Dort war es sehr voll, Bedienung ließ sich keine blicken, es war kalt und manche der Gäste rauchten trotz meiner Anwesenheit. Vermutlich weil mein Name noch nicht auf der Liste der berühmten Gäste stand. Nach 30 Minuten haute ich ab. Bei Burger King trank ich in Ruhe einen Kaffee um beim Treffen mit Polly nicht einzuschlafen. Wir hatten uns für halb fünf im Café Browns verabredet. Dort begab ich mich auch hin, war so grad noch pünktlich angekommen ... und dann kam Polly. Sie hatte mich schon beim Überqueren der Straße erkannt und winkte mir zu. Sie ging leicht vorn über gebeugt, war recht klein und "plumb", trug eine Brille und einen langen schwarzen Umhang, eine Robe, was den anschein erweckte, dass sie doch an der Uni unterrichtet. Wir hatten das Treffen bereits im Vorfeld auf eine Stunde begrenzt, da Polly aufgrund der Examen noch 42 Arbeiten durchzusehen hatte. Wir begrüsten uns und sie bat mich, mit ihr zuerst zum Konditor zu gehen, bei dem sie einen Kuchen für den nächsten Tag bestellte, denn da war ihr Geburtstag. Anschliesend gingen wir nach Browns und sie bestellte "Tea for two". Das Treffen war von zwei gemeinsamen Freunden vorgeschlagen worden. Polly und ich kamen erst im Laufe meiner Reiseplanungen in Kontakt - kannten uns sonst aber nicht persönlich, wussten nur was der andere macht. Polly unterrichtet hauptberuflich Englisch, war ursprünglich am Aufbau der virtuellen Oxbridge University beteiligt, gibt ein Magazin für virtuelles viktorianisches Wohn- und Gartendesign heraus, betreibt den virtuellen Fernsehsender Treet.tv, moderiert darin diverse Shows und arbeitet mit ihrem Team an Comics und Kurzfilmen. Nun, wir hatten viel zu erzählen, haben uns prima vertragen und sie hat mir ihre Hilfe bzgl. Oxbridge angeboten. Das Treffen dauerte dann doch etwas länger als geplant.

Es ist gleich schon halb zwölf. Da ich mirgen fit sein muß, breche ich an dieser Stelle ab. Ich uberlege meine Reise abzubrechen. Die Straße n hier in Irland sehen alle wie neu aus. Keine Löcher oder Risse, manchmal etwas schmal und auf beiden seiten hohe hecken. Es gibt schon brenzlige Situationen, aber viel schimmer war es in england. Mal sehen wie das wetter morgen wird. Vllt fahre ich noch eine etappe. Aber so richtig lust habe ich keine, bin sehr gelangweilt und meist schlecht gelaunt. Warum weis icg nicht. Aber entspannung habe ich noch keine gespürt. Letztes jahr die eine woche durch deutschland war da ganz anders. Da es hier sehr teuer ist, mag es wohl eine fehlinvestition sein, huerzubleiben. Ich uberlege schon den ganzen tag, wie ich am schnellsten nach hause komme :-)

Tag 10 - 14.06.2013

Start: Kilrane, IRL
Ziel: Dungarvan, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 8:13 h
Distanz: 97 km
Höhenmeter: 1183 m

Tag 11 - 15.06.2013

Start: Dungarvan, IRL
Ziel: Lisvernane, IRL
Unterkunft: Camping
Fahrzeit: 8:03 h
Distanz: 95 km
Höhenmeter: 1018 m

Tag 12 - 16.06.2013

Start: Lisvernane, IRL
Ziel: Limerick, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 4:50 h
Distanz: 59 km
Höhenmeter: 445 m

Tag 13 - 17.06.2013

Start: Limerick, IRL
Ziel: Doonbeg, IRL
Unterkunft: Camping
Fahrzeit: 7:00 h
Distanz: 103 km
Höhenmeter: 730 m

Tag 14 - 18.06.2013

Start: Doonbeg, IRL
Ziel: An Cheathrú Rua, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 9:49 h
Distanz: 103 km
Höhenmeter: 630 m

Tag 15 - 19.06.2013

Start: An Cheathrú Rua, IRL
Ziel: Westport, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 7:07 h
Distanz: 92 km
Höhenmeter: 974 m

Tag 16 - 20.06.2013

Start: Westport, IRL
Ziel: Collooney, IRL
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 8:28 h
Distanz: 116 km
Höhenmeter: 986 m

Tag 17 - 21.06.2013

Start: Collooney, IRL
Ziel: Lisnaskea, UK
Unterkunft: Hotel
Fahrzeit: 8:11 h
Distanz: 98 km
Höhenmeter: 1103 m

Tag 18 - Sa 22.06.2013

Start: Lisnaskea, UK
Ziel: Armagh, UK
Unterkunft: Fairylands Country House
Fahrzeit: 5:54 h
Distanz: 69 km
Höhenmeter: 687 m

Morgens: Habe erst jetzt eine Internetverbindung. Bin in einem komischen Ort in Nord-Irland. Linaskea oder so ähnlich. Habe in einem Hotel übernachtet, denn draußen hatte es stundenlang geregnet und ich hatte hunger und brauchte bargeld. Jetzt nehme ich noch schnell ein Frühstück und dann fahre ich nach Caledon. Werde versuchen, dort in der Nähe einen Zug nach Larne zu bekommen. ---
Abends: Es hatte oft geregnet. Musste den ganzen Tag in Regenkleidung fahren, meist entlang von Hauptstraßen. Zum zweiten Mal brach eine Speiche, vermutlich weil ich über so ein Katzenauge im Asphalt gefahren bin, die ragen ca 3 cm heraus. Kann ich aber nicht reparieren, da ich keine Speichennippel dabei habe. Sie ist nämlich direkt im Nippel gebrochen und ein Rest steckt noch drin. Einen weiteren Platten hatte ich auch noch - der vierte auf meiner Reise. Hatte aber einen neuen Schlauch dabei. Zu guter Letzt muss ich ungünstig mit meinem linken Fuß umgegangen sein. Gestern abend schmerzte er, so dass ich kaum auftreten konnte. Habe ihn mit kaltem Wasser gekühlt - fühlt sich wieder ok an. Sind meist nur so kleine Zipperlein. Zwei Stunden habe ich eine Unterkunft gesucht, nachdem ich aufgrund der Pannen verspätet am zweiten Ziel meiner Reise, Caledon, ankam. Bis zum Campingplatz wären es noch 30-40 km gewesen. Nun bleibe ich noch bis morgen hier. Heute werde ich meine Ausrüstung optimieren, überflüssiges entsorgen und Kleidung reinigen. Am Nachmittag noch einmal nach Caledon. Morgen früh dann in ein Fahrradladen hier im Ort. Hatte gestern schon gesucht. Zum einen gibt es kaum welche, zum Anderen ist hier grad Wochenende.

Tag 19 - 23.06.2013

Start: Armagh, UK
Ziel: Armagh, UK
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 3:44 h
Distanz: 45 km
Höhenmeter: 522 m

Tag 20 - 24.06.2013

Start: Armagh, UK
Ziel: Larne, UK
Unterkunft: B&B
Fahrzeit: 6:14 h
Distanz: 97 km
Höhenmeter: 574 m

Tag 21 - 25.06.2013

Start: Larne, UK
Ziel: Dover, UK
Unterkunft: ---
Fahrzeit: 12:57 h
Distanz: 780 km
Höhenmeter: 290 m

Tag 22 - 26.06.2013

Start: Dover, UK
Ziel: ???
Unterkunft: ---
Fahrzeit: 11:11 h
Distanz: 165 km
Höhenmeter: 176 m

werde heute abend in altenbeken eintreffen :-)

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